Book Information
- Published
- 2007-11-01
- Pages
- 302 pages
- Language
- フランス語
- Size
- 14.2 x 2.1 x 20.7 cm
- ISBN-13
- 9782020962292
- ISBN-10
- 2020962292
- Price
- 4055 JPY
Amazon.co.jp: La strategie des antilopes : Hatzfeld, Jean: 洋書
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Non-Kommunikation
Jean Hatzfeld nimmt den Leser auch im dritten Band seiner Trilogie wieder mit in den Südosten Ruandas in die Gemeinde Nyamata. Sein zentrales Thema ist das Zusammen- , besser gesagt: das Nebeneinanderleben von Überlebenden des Genozids von 1994 und den Tätern, die, aus dem Gefängnis entlassen, wieder dort leben, wo sie wenige Jahre zuvor ihre Taten begangen haben. Dies ist ja einer der großen Unterschiede zur Shoa, die zum größten Teil weit ab der Kerngebiete des "Reiches" stattgefunden hatte: Nach dem Völkermord leben Überlebende und Täter wieder in denselben Gemeinden wie vor dem Massenmord, gleichsam Haus an Haus. Von Dialog zwischen beiden Gruppen kann aber kaum die Rede sein, von "Versöhnung" erst recht nicht - zur Ungemach der großen Schar ruandischer wie ausländischer "Versöhnungsexperten", die - selbst ernannt - ihre Dienste schon angeboten haben, kaum waren die Toten begraben. Die Überlebenden fühlen sich allein gelassen, materiell in den meisten Fallen ruiniert und haben Angst, den anderen mit ihren ewigen grausigen Erinnerungen auf die Nerven zu gehen, ohne dass sie diese aber irgendwie loswerden könnten. Was sollte eine gerechte Strafe dafür sein, nicht nur eine schwangere Frau umzubringen, sondern ihrem aufgeschlitztem Bauch noch den Fötus zu entnehmen? Es geht nicht um Rache oder Vergeltung. Es ist aber nur schwer zu ertragen, dass Massenmörder nach einigen Jahren in Gefängnissen, die mit Millionenaufwand der internationalen Gemeinschaft auf einen Standard gebracht wurde, das kaum ein anderes Land in Afrika aufweist, vorzeitig entlassen werden und im Schoße ihrer Familie (eine Familie, die die Überlebenden nicht mehr haben) ein neues Leben beginnen. Es gibt seitens der Täter Geständnisse, vor allem um in den Genuss einer frühzeitigen Haftentlassung zu kommen, aber in fast keinem Fall Reue. Die (Teil-)Geständnisse vor dem Gericht sind das äußerste Zugeständnis der Täter. Die Überlebenden um Entschuldigung zu bitten, sich zu einem Gespräch bereitzufinden, das über belanglose Alltagsdinge hinausginge, ist ihnen fremd, erscheint ihn nutz-, ja sinnlos. Der Staatsapparat - vom Bedürfnis getrieben, ein möglichst gewaltfreies Nebeneinander beider Ethnien zu gewährleisten, über die eigene Geschichte der letzten 20 Jahre weitgehendes Schweigen zu hüllen und nicht zuletzt reibungslos "business" zu betreiben, lässt als Ventil für den Unmut über das Fehlen einer ehrlichen "Aufarbeitung" des Völkermordes (furchtbares Wort, aber mir fehlt ein besseres) nur die weitgehend ritualisierten und tendenziell sinnentleerten Zeremonien der jährlichen Trauerwoche (zweite Aprilwoche) zu. Jede Geste, jedes Wort, jedes Symbol und jede Redewendung stehen als eiserne Norm dieser Szenerie der staatlichen Insititutionen fest und werden wirksam gegen jede Übertretung geschützt. Für den Staat ist diese Veranstaltung ein Versuch, auch noch die Trauer zu kontrollieren, zu begrenzen und in den dafür vorgesehenen Bahnen zu halten, für die Täter eine kostengünstige Pflicht, die gerne erledigt wird, um Wohlverhalten zu signalisieren und sich für Höheres zu empfehlen, für die Überlebenden ....weigehend belanglos.
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Déroutant au début mais captivant et intelligent
Récit polyphonique captivant mais déroutant au début. Passée la surprise des premières pages sur une juxtaposition de témoignages, la narration arrive et nous entraîne. Livre que j’ai lu sans vouloir le lâcher. L’intelligence de la sobriété et la fulgurante du trait nous transportent.
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Excellent livre
Excellent livre
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une trilogie sensible sans pathos
Chaque livre de Jean Hatzfeld nous plonge au cœur du conflit rwandais et chaque livre revient sur différent aspect du conflit : victimes, auteurs et après-génocide. Il me semble d'ailleurs essentiel de lire la trilogie pour ne pas se priver d'un aspect abordé. Ce qui m'a vraiment plus, c'est que l'auteur sans s'alourdir sur l'horreur des actes commis, se focalise sur la manière dont les différents protagonistes ont été affecté par ce conflit. Le fait que Jean Hatzfeld n'aborde pas la dimension politique du conflit mais aborde des aspects de la vie quotidienne au Rwanda plonge littéralement le lecteur dans ce pays.
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Le pardon n'est pas possible
Ce dernier livre témoignage de l'auteur est, à mon avis ,et pour ceux qui n'en n'aurait lu encore aucun ,celui qu'il faut lire en premier ,et pour ceux qui ne peuvent soutenir ces témoignages bouleversants sur la cruauté des hommes, le seul à lire . Le langage des Africains ,si imagé est parfaitement retranscrit par Hatzfeld ,qui ne donne son opinion discrète que dans un chapitre ,d'une grande sobriété. Comment ces deux groupes ethniques peuvent-ils cohabiter après ce drame ? Jugent-ils leurs bourreaux ? Le voisinage étant une composante incontournable de la vie au Rwanda ,il faut se taire ,mais les uns comme les autres pensent et se livrent ici avec sincérité.La "gourmandise " dont ils parlent rendra-t'-elle la bonne entente impossible à jamais ? Beaucoup de retenue et de pudeur admirables dans tous ces témoignages .