Vom Denken der Natur zur Natur des Denkens: Ibn Baggas Theorie der Potenz als Grundlegung der Psychologie (Scientia Graeco-Arabica, 13)
A research book that traces the movement from thinking about nature to the nature of thought through the intersection of philosophy after Kant and biology. By linking conceptual history with the history of science, it reconsiders the frame of modern thought.
Work Information
It rethinks the shape of thought at the point where philosophy meets biology.
A research book that follows the intersection of post-Kantian philosophy and biology to reread the relation between thought and nature. It offers not only conceptual organization but also a broad view of intellectual history.
Book Information
- Publisher
- De Gruyter
- Published
- 2015-01-01
- Pages
- 784 pages
- Language
- ドイツ語
- Size
- 17.78 x 5.08 x 24.13 cm
- ISBN-13
- 9783110271966
- ISBN-10
- 3110271966
- Price
- 46532 JPY
- Category
- 洋書/Nonfiction/Philosophy/Epistemology
Die bisher gängige Trennung zwischen bloß kommentierenden naturphilosophischen und originellen intellekttheoretischen Schriften hat zu einem verzerrten Bild der Philosophie des andalusisch-arabischen Denkers Ibn Bagga (gest. 1139) geführt. Insbesondere seine vielbeachtete Seelenlehre, durch deren entscheidenden Einfluss auf seinen Nachfolger, den Kommentator Averroes, Ibn Bagga auch auf die abendländische Philosophie gewirkt hat, kann nur unter Berücksichtigung des Gesamtwerkes angemessen verstanden werden. Die vorliegende Studie zeigt im Ausgang vom editorisch wesentlich verbesserten Text seines De anima-Kommentars, Kitab al-nafs , mittels einer durch das gesamte Œuvre hindurchgehenden Analyse des zentralen Begriffs der Potenz bzw. des Vermögens, dass Ibn Bagga die Psychologie im Sinne des Aristoteles konsequent als Naturwissenschaft konzipiert und auf naturphilosophischen Prinzipien aufbaut. Gleichzeitig erweist er sie als Fundamentalwissenschaft, die aufdeckt, dass und wie diese Prinzipien auf den Intellekt als auf ein übergeordnetes Prinzip bezogen sind. Indem er sie vollendet, begründet der reine Akt des Intellekts die natürlichen Prinzipien und Potenzen. So geht die Erkenntnis den Weg vom Denken der Natur zur Natur des Denkens.
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