German Book Prize (Deutscher Buchpreis)
Es geht uns gut
Set in a small Austrian town, the novel follows a family’s changing life over time. Memory, generational misunderstandings, loneliness, and the warmth of relationships all intertwine in a delicate portrait of how history shapes ordinary lives.
Work Information
The outlines of family and era emerge from the smallest details of everyday life.
An Austrian novelist known for attentive observations of everyday life and for family-centered fiction. He won the inaugural German Book Prize in 2005 for Es geht uns gut.
Book Information
- Publisher
- Carl Hanser Verlag
- Published
- 2005-08-19
- Pages
- 389 pages
- Language
- ドイツ語
- Size
- 13.7 x 3.6 x 21 cm
- ISBN-13
- 9783446206502
- ISBN-10
- 3446206507
- Price
- 6246 JPY
Amazon.co.jp: Es geht uns gut : Geiger, Arno: 洋書
Reviews
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Großartig
Arno Geiger ist ein Meister der einfachen Sprache und gleichzeitig ein Sprachkünstler. Großartig!
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Es geht uns gut!
Bei diesem Roman hatte ich ein paar Startschwierigkeiten. Aber als ich mich an den Erzählstil Arno Geigers gewöhnt hatte, war es, als würde ich die Familie schon lange kennen. Die Rahmenhandlung bildet die vom 16. April bis 20. Juni 2001 spielende Geschichte um Philipp Erlach, der ein Verhältnis mit der verheirateten Johanna hat. Er hat kein Ziel, ihm fehlt der Halt, er tändelt durchs Leben. Doch das von seiner Großmutter geerbte Haus muss entrümpelt werden und so muss Philipp sich nun, obwohl die Familienbande bei ihm nicht sonderlich ausgeprägt sind, der Vergangenheit seiner Familie stellen. In diesen Handlungsstrang um Philipp wurde die Geschichte der Familie gewoben. Beginnend mit dem Jahr 1938 wird in jedem Jahrzehnt an einem für Österreich und/oder für die Familie bedeutenden Tag Rückschau gehalten. So kann der Leser verfolgen, wie aus dem ehemaligen Minister ein an Demenz erkrankter alter Mann wird und wie sich eine brave Tochter zu einer aufmüpfigen jungen Frau entwickelt. Dabei werden immer wieder Informationen zum gesellschaftlichen und politischen Geschehen eingestreut, die die Ereignisse im Familienleben unterstreichen sollen. Alle Familienmitglieder, zu den meisten fiel es mir schwer Sympathien zu entwickeln, wirken lebensecht und sehr natürlich und entsprechen dem jeweiligen Zeitgeist. Daraus wird sehr gut sichtbar, wie sich das Leben in der Familie im Laufe der von Autor betrachteten 70 Jahre gewandelt hat, wie wesentlich weniger streng auf die Einhaltung und das Erhalten von Werten geachtet wurde. Dabei erzählt Arno Geiger seinen Roman in dem für ihn so typischen Stil mit Einklammerungen und Einfügungen so gleichmäßig ruhig und unaufgeregt, nicht ohne Witz, detailgetreu und mit viel Empathie, so als würde man mit ihm bei einer Tasse Kaffee sitzen und er lediglich auf die Frage 'Wie geht es euch?' antworten. "Es geht uns gut" habe ich mit viel Freude gelesen. Die Familiengeschichte wirkt leicht erzählt, folgt aber konsequent einer Struktur und einem roten Faden. Einzig die speziellen österreichischen Begriffe und Wendungen ließen mich gelegentlich innehalten, störten im Textverständnis aber nicht. Mit diesem Roman ist Arno Geiger ein beachtenswerter Familienroman gelungen, der ohne Pathos und Sentimentalitäten auskommt und sowohl unterhaltsam als auch anspruchsvoll ist. Mir bescherte er sehr angenehme Lesestunden.
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naja.
Es handelt sich um die Geschichte einer Familie, Philipps Familie. Jedes Kapitel behandelt einen anderen Charakter der Familie zu einer unterschiedlichen Zeit. Beginnend mit Philipp im Jahr 2001 als er das Haus erbt, dann die Geschichte seiner Oma Alma mit dem Alzheimer-kranken Großvater in den 80ern, die Geschichte seiner Eltern in den 40er bis 70er Jahren. Die Familie ist zerrüttet. Philipps Mutter Ingrid hat sich früh von ihren Eltern getrennt, die Enkeln hatten so gut wie gar keinen Kontakt zu den Großeltern. Dann stirbt die Mutter früh und die Kinder sind Peter, ihrem Vater allein, zu dem die Beziehung im Erwachsenenalter auch nicht mehr gut ist. Philipps Wesen ist merkwürdig. Er ist allein, hat keine Freundin, keinen Beruf, lediglich eine Geliebte und das Vorhaben, die Geschichte seiner Familie, die gar keine war, zu schreiben und das Vorhaben das Haus zu renovieren. Er ist lethargisch und antriebslos, wartet darauf, dass etwas passiert und lässt sich von seiner Geliebten rum schubsen. Geiger beschreibt die Auswirkungen der Zeit und Geschehnisse auf die einzelnen Mitglieder und wie diese zu Trennung und Flucht geführt haben. Es ist das ungesagte Wort, das überall zwischen den Akteuren steht und ein Weiterkommen verhindert. Das ganze Buch handelt davon, wie Wünsche nicht erfüllt oder Träume nicht wahr wurden. Es ist auch ein Buch über Österreich, sein Werdegang im 2.WK und als 2.Republik, der gebrochene Stolz der Österreicher und die mühsame Aufgabe, sich aufzurichten. 'Es geht uns gut' ist anstrengend zu lesen. Erstens wegen der in Präsens geschriebenen Geschichte und weil die Schreibweise so abgehackt und gedrungen ist, dass man nie in einen Lesefluss kommt. Mit der Zeit hab ich aber schon gespürt, wie verzweifelt Philipp ist und wie sehr das mit seiner Vergangenheit und der nicht bestehenden Banden zu tun hat. Auch ist mir teilweise eine gewisse poeitsche Schreibweise begegnet und auch sind die Gespräche zwischen Philipp und seiner Geliebten amüsant, aber zu selten. Mühsames Lesevergnügen.
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Lebendige Erzählund der Geschichte einer Familie.
Sehr einfühlsam erzählte Geschichte einer Familie über mehrere Generationen.
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Banalität stilvoll aufgebläht!
Ich quälte mich gestern durch die letzten des Romans, ohne Hoffnung darauf, dass er mir als Leser noch etwas bringt. In diesem Werk geht es um Beziehungslosigkeit. Diese dringt durch jede Zeile. Da aber der Autor offenbar auch keine Beziehung zu seinen Romanfiguren hat, bleiben diese blutleer und hölzern. Auch der Wechsel in verschiedene Epochen macht diese zu Modulen, mit denen selbst die Protagonisten nichts mehr anfangen können. So bin ich in Übereinstimmung mit der Hauptfigur unendlich gelangweilt und überfliege die leeren Momente, die an Banalem aufgebläht sind, um dem Roman, wenn er denn schon keine Substanz hat, wenigstens eine Fülle an Papier bzw. Pixeln zu geben. Man könnte nun entgegnen, dass es ja gerade um die Projektion von Leere und Beziehungslosigkeit geht. Aber sie verfehlt den Leser, weil die Figuren selbst dem Autor egal zu sein scheinen. Da kommt einfach nichts rüber. Fazit: Der Stoff des Romans ist bedrucktes Papier. Man kann es genauso schnell und unbekümmert in die Tonne werfen, wie der Protagonist es mit den Sachen seiner Großeltern tut. Kindle Leser haben es da leichter: einfach auf "vom Gerät entfernen" klicken. ( Ich gebe trotzdem zwei Sterne, weil mir die ruhige Sprache von A. Geiger gefällt. Ich werde es nochmal mit einem anderen seiner Romane versuchen )