German Book Prize (Deutscher Buchpreis)
Archipel
Set on Tenerife, this novel moves backward through the twentieth-century memories of several families and the island society around them. An old gatekeeper's past, civil war, class, and colonial traces converge, inscribing private family history and political history onto a single island landscape.
Work Information
On an island of eternal spring, family secrets overlap with Europe's memories of violence.
Archipel is a family novel that follows a century of lives centered on La Laguna in Tenerife. A gatekeeper in a retirement home, memories of civil war, people stranded on the island, power and corruption, love and escape all intersect, allowing the novel to reconsider the twentieth century from Europe's edge. No Japanese edition was confirmed, so the German print edition is recorded.
Review Summaries
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Readers and critics value the bold structure that moves across periods and perspectives, as well as descriptions vivid enough to summon the island's air and smells. The reverse chronology demands attention, but it gradually reveals layers of family and history.
Book Information
- Publisher
- Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH
- Published
- 2018-08-15
- Pages
- 429 pages
- Language
- ドイツ語
- Size
- 13.1 x 3.5 x 20.8 cm
- ISBN-13
- 9783498042240
- ISBN-10
- 3498042246
- Price
- 5263 JPY
- Category
- 洋書/Literature & Fiction/Foreign Language Fiction
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Reviews
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Literatur auf hohem Niveau
Dies ist kein Buch, das man mal eben im Teneriffa-Urlaub am Strand liest. Ich las dieses elegante und feinsinnige Buch mit viel Konzentration und großem Genuss und bin nach der Lektüre überzeugt, dass es zurecht den deutschen Buchpreis gewonnen hat. Gefallen haben mir besonders die folgenden Punkte: - Außergewöhnliche Struktur - chronologisch, aber von der Gegenwart in die Vergangenheit und mit wiederkehrenden Bezügen (Surrealisten, das Alter und die Geburt von Julio...) - Am Anfang jedes Kapitels hatte ich immer viele Fragen, die sich dann gegen Ende oder im nächsten Kapitel sehr elegant auflösten. - Die Sprache und die Details... präzise, klar, liebevoll. - Verbindung zwischen persönlichen / Familiengeschichten und Politik / Zeitgeschehen Fazit: Sehr, sehr empfehlenswert - aber bestimmt kein Mainstream-Roman!
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Ein interessant aufgebauter, spannender zeitgeschichtlicher Generationenroman
„Seitdem hat sich der Füllstand der Straßen zu einem verlässlichen Barometer für die Zerbrechlichkeit oder Stabilität der Verhältnisse auf der Insel entwickelt.“ (Zitat Seite 387) Inhalt: Rosa Bernadotte Baute bricht ihr Kunststudium ab und kehrt in ihre Heimat zurück, auf die Insel Teneriffa. Dort gehören die Bernadottes zur einflussreichen Oberschicht. Rosas Mutter ist Politikerin, Rosas Großvater mütterlicherseits, Julio Baute, lebt im Asilo La Laguna, wo er mit 96 Jahren noch Pförtnerdienste innehat. Er hat die politische Geschichte Teneriffas in den beinahe einhundert Jahren seines Lebens miterlebt, aktiv gegen die Faschisten im Bürgerkrieg, dann ihr Gefangener. Rosas Vater Felipe Bernadotte ist Historiker. Er hatte ein Forschungsprojekt gestartet, das auch die Aufarbeitung die Rolle seiner Familie unter Diktator Francisco Franco beinhaltet hätte, doch eine Kollegin wurde mit der Leitung beauftragt, worauf er sich vor elf Jahren ins Privatleben zurückgezogen hatte. Thema und Genre: Dieser Roman ist eine Mischung aus Generationen- und Familienroman und arbeitet gleichzeitig die Geschichte Teneriffas im 20. Jahrhundert auf. Daher sind neben Themen wie Familie, gesellschaftliche Strukturen und Grenzen, auch die Politik und der Widerstand ein Schwerpunkt. Die Geschichte spielt auf Teneriffa. Charaktere: Drei Familien stehen im Mittelpunkt dieses Romans: die adeligen, privilegierten Bernadottes, die Frauen Morales Ruiz, arme Unterschicht, Haushaltshilfen bei den Bernadottes, und die gutbürgerliche Familie Baute. Diese unterschiedlichen Familien sind durch die Ereignisse dieser einhundert Jahre, durch ihr Umfeld oder auch durch die Liebe miteinander verbunden. Julio Baute, geboren 1919, ist der stille Hauptprotagonist dieses Romans, denn er allein hat dies alles er- und überlebt, es ist auch seine Geschichte, die hier erzählt wird. Handlung und Schreibstil: In dieser Geschichte bilden kurze Rückblenden nur einen erklärenden Hintergrund. Erzählt wird die Handlung in einem einzigen Strang, dieser ist eingeteilt in Kapitel mit Zeitangabe. Eher ungewöhnlich ist es, dass die Geschichte von der Gegenwart in die Vergangenheit erzählt wird. Sie beginnt im Jahr 2015 und endet schließlich im Jahr 1919. Dennoch hält der Spannungsbogen den Leser gefangen, denn statt wie üblich zu erfahren „was passiert“, ist hier die interessante Frage „wie ist es dazu gekommen“. Die Sprache erfasst viele Details, ergänzt durch Schilderungen und Beschreibungen, auch die Charaktere sind sehr stimmig entwickelt. Ein Glossar am Buchende erklärt spanische Bezeichnungen, beschränkt sich leider auf die gängigen Wörter und Wortverbindungen, die man ohnedies kennt, auch wenn man die Sprache nicht spricht. Fazit: Ein zeitgeschichtlicher Generationen- und Familienroman, erzählt am Beispiel von drei Familien. Es geht vor allem um das Leben der einzelnen Menschen, beeinflusst durch die Ereignisse, die sich durch die politische Situation ergaben. Einhundert Jahre, interessant und spannend erzählt „im Rückwärtsgang“, von 2015 bis 1919.
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Mahlke verabschiedet sich vom klaren Narrativ und mag es zergliedert und kompliziert
Inger- Maria Mahlke ist aus meiner Sicht eine der spannendsten und interessantesten deutschen Autorinnen. Mit Archipel, für den sie den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, möchte sie einen Stoff vorlegen, der ein Jahrhundert spanischer Geschichte anhand einer Vielzahl von Figuren und Familien vor den Lesern ausbreitet. Das Konzept ist faszinierend, aber die Umsetzung nicht immer gelungen und streckenweise sogar enttäuschend. Die deutsche Literatur – und das wird an diesem Buch verdeutlicht - verabschiedet sich mehr und mehr vom Narrativ und mag es kompliziert. Eine eigentlich spannende Familiengeschichte, muss gespiegelt und fragmentiert erzählt werden, um als wertvoll und innovativ anerkannt zu werden. Aber der Lesespaßgeht verloren. Allerdings muss ich fairerweise sagen, dass ich mit dem Lesen der amerikanischen Romane geschult bin und hier auch meine größten Neigungen entwickle, weil ich das amerikanische Narrativ sehr schätze und auch das französische, zumindest soweit ich es überblicke (Litell, Houllebecq, Beigebeder, Guez, Ernaux, Eribon). Aber ich bin mir sicher, dass Inger-Maria Mahlke als Autorin noch überraschen wird.
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Warum preisverdächtig?
Habe das Buch gekauft, weil es den Buchpreis 2018 erhielt. Früh war unklar welche Art Plot das werden soll. Es wurde keine Frage aufgeworfen, die einen Spannungsbogen erzeugt hätte. Was an sich schon das genussvolle Weiterlesen erschwert. Es wird sicher besser, dachte ich. Geduld! Doch Fehlanzeige. Herausarbeitung der Figuren weniger als oberflächlich. Die Beziehungsverhältnisse wirken, wenn überhaupt, mysteriös empathielos und beziehungsgestört . Kenntnisse der Lokalität wirkt hinsichtlich der Handlung vergleichsweise realistisch. Es wirkt als hätte man Handlungsstränge gemsicht, die der Leser durchschwimmt ohne die Zuordnung zu erkennen, was das eine mit dem anderen zu tun hat?? Die von der Autorin als Besonderheit erwähnte Rückwärtschronologie kann man nur erkennen, wenn man dies weiß. Wie mögen heute autokratische Erzähler zurecht nicht, sondern sprechen als Autor lieber die Leserphantasie an Man schreibt bekanntlich für den Leser und der will wirklich nicht alles vorgekaut. Aber hier hängt so viel in der Luft, dass es sich mir nicht erschließt, was das Buch will? Ist es Inselhistorisch oder Familiengeschichtlich? Beides plätschert vor sich hin und bleibt nebulös. Ich habe bis zur Mitte gelesen; das war Fleißarbeit, dann noch den Schluss; ohne je unterhalten oder interessiert zu werden. Literatur und Literaturwissenschaft sind eben nicht deckungsgleich. Aber muss die Wahl so aussehen? Sorry, aber warum der Preis?
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Des Kaisers neue Kleider
Habe mich bis Seite 49 durchgekämpft und dann aufgegeben. Ich finde einfach keinen Zusammenhang, finde keine Beziehung zu den oberflächlich beschriebenen Gestalten, weiss nicht wo ich mich befinde und auch nicht in welcher Zeit. Vielleicht liegt das daran dass mein Sprachverständnis durch viele Jahrzehnte in der Diaspora im Ausland gelitten hat, oder ich bin ganz einfach nur zu dumm. Wie viele andere habe ich mich dazu verleiten lassen das Buch zu kaufen weil es den deutschen Buchpreis 2018 erhalten hat, aber ich suche vergeblich nach einer Handlung die das Buch irgendwie zusammenhält, und ich kann mich auch nicht mit der Satzbildung von Frau Mahlke anfreunden mit oft abgehackten Sätzen die mitunter nur aus einem einzigen Wort bestehen. Wenn das behutsam verwendet wird kann das ja sicherlich auch mal ganz effektvoll sein, aber zu viel davon macht das Lesen nur mühsam. Im Aufsatzschreiben in der Schule hätte ich dafür eine fünf bekommen. Beim Lesen dieses Buches fühle ich mich wie in das Märchen von des Kaisers neue Kleider versetzt, ich verstehe einfach nicht wofür Frau Mahlke den deutschen Buchpreis erhalten hat, und nach den Rezensionen des Buches zu urteilen bin ich gottseidank nicht der Einzige der mit dem Buch nichts anfangen kann. Das Buch ist im absoluten Neuzustand, ich verschenke es gerne an jemand der mehr Interesse dafür haben könnte als ich.