German Book Prize (Deutscher Buchpreis)
Die Hauptstadt
欧州連合の“首都”ブリュッセルを舞台に、官僚制や権力のあり方、市民と制度の距離を描く群像劇。風刺的かつ批評的な視点でEUの運営や言説を描き、政治的アイデンティティを問う。
Work Information
欧州連合の“首都”ブリュッセルを舞台に、官僚制や権力のあり方、市民と制度の距離を描く群像劇。
欧州連合の“首都”ブリュッセルを舞台に、官僚制や権力のあり方、市民と制度の距離を描く群像劇。風刺的かつ批評的な視点でEUの運営や言説を描き、政治的アイデンティティを問う。
Book Information
- Publisher
- Suhrkamp Verlag
- Published
- 2017-09-01
- Pages
- 459 pages
- Language
- ドイツ語
- Size
- 13.4 x 3.3 x 20.5 cm
- ISBN-13
- 9783518427583
- ISBN-10
- 9783518427583
- Price
- 6051 JPY
- Category
- 洋書/Literature & Fiction/Foreign Language Fiction
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Reviews
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Noch nicht gelesen, aber ich erwarte, daß dieses Buch sehr interessant sein wird.
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Irgendwie wissen wir Europäer ja, dass in Brüssel der Wahnsinn kursiert. Und dann wissen wir es wieder nicht. Zumindest im Detail. Einen kleinen Einblick in den alltäglichen Wahnsinn liefert Robert Menasse in seinem Buch »Die Hauptstadt«. Gemeint ist natürlich die Hauptstadt Europas, die offiziell diesen Titel natürlich nicht trägt. +++ Stil +++ Menasse erzählt dabei nicht einfach nur vom Wahnsinn, sondern hat mehrere Handlungsstränge ersonnen und diese mit viel Sarkasmus, Ironie und schwarzem Humor garniert. Die Handlungsstränge verlaufen dabei mehr oder minder autonom, begegnen sich allerdings immer wieder, was die Lachmuskeln immer wieder anregt. Markant ist auf jeden Fall der Schreibstil, der den Leser von einem Plot in den nächsten fallen lässt, zuweilen in einem fließenden Übergang. Allein, dadurch, dass auf wörtliche Rede, oder besser auf deren klassische Formatierung verzichtet wird, liest sich das Buch auf seine ganz besondere Weise. +++ Sarkasmus +++ Dieses Buch trieft förmlich vor Sarkasmus und schwarzem Humor. Dabei macht er auch sensiblen und vielleicht schon ein wenig überstrapazierten Themen nicht Halt. Wie zum Beispiel die Flüchtlingskrise und von einigen befürchteten Islamisierung des Abendlandes. Und dann fällt plötzlich ein solcher Satz: »Die Muslima, die Florian rettete, war eine Madonna. « (Pos. 3263; 59%) Oder vor der sensiblen Vergangenheitsaufarbeitung, wenn auf der Rückseite einer Besucherkarte für Auschwitz folgendes steht: »Verlieren Sie diese Card nicht. Im Verlustfall haben Sie keine Aufenthaltsberechtigung im Lager. « (Pos. 1995; 36%) Von diesen Beispielen gibt es unzählige, wobei Themenkombinationen wie Auschwitz, Karriere in Brüssel und ein Schwein und dessen Lobby schon erahnen lassen, mit wieviel Ernst hier die Handlung vorangetrieben wird. Zum Ende hin rückt das Thema „Vergangenheitsbewältigung“ immer mehr in den Fokus, wobei Menasse auch hier seine ganz eigene Art fortführt. Allerdings streut er zuweilen europäische Arbeitsweisen ebenso in seinen Text ein: »Allgemeine Zustimmung zu der Idee, und dann so viele einzelne Einwände und Änderungsvorschläge, dass von der Idee nichts mehr übrig blieb. « (Pos. 4919; 89%) +++ Fazit +++ Dies ist ein recht eigenwilliger Roman, der einen sehr humorvoll-kritischen Blick auf die Hauptstadt wirft, die keine ist. Wir als Endverbraucher werden immer wieder mit den merkwürdigen Entscheidungen konfrontiert, die uns aus Brüssel erreichen. Menasse schafft es auf seine ganz eigene Art und Weise die Vorgänge zu ergründen, die sich dahinter verbergen. Natürlich darf man vieles nicht allzu ernst nehmen und ein bisschen Humor mitbringen, um Verständnis für diesen Roman aufzubringen. Dann wird der Leser sehr angenehm unterhalten.
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Romanzo straordinario, divertente e scritto magistralmente. Un maiale si aggira per Bruxelles e la città si interroga sul nome da dargli. Una linea che unisce storie che si muovono nel tempo, storie di uomini e nazioni che si snodano tra l'inevitabile e l'ironia del destino. Storie tra burocrazia meschina e grandi sentimenti
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Book is good, but packaging could have been a bit stronger, in order to combat the vicissitudes of the various delivery services it went through.
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Dieser EU-Roman, der in Brüssel spielt, ist teils eine Satire, teils will der Erzähler eine Botschaft vermitteln, und teils geht es wie in einem Krimi um einen Mord, der vertuscht werden soll. Zur Satire: In Analogie zu Musils "Mann ohne Eigenschaften" und dem Projekt der Jahrhundertfeier darin geht es hier um das sog. Jubilee-Project der Europäischen Kommission: Man will das Image der Kommission aufpolieren, indem man die EU als Institution feiert, die den unseligen Nationalismus überwunden hat, der zu Auschwitz geführt hat. Dabei gibt es herrliche Anlässe zur Satire, indem die Leiterin der Gruppe Kultur vorgeführt wird, wie sie mit ihren Mitarbeitern um ihrer Profilierung und Karriere willen das Projekt verfolgt, das dann schließlich an Partikularinteressen und eben dem beklagten Nationalismus einzelner Vertreter kläglich scheitert. Was die Botschaft in dem Roman betrifft: Unabhängig von der Satire geht es um den emeritierten Professor Erhart, der vor einem Ausschuss politisch korrekter und beschränkter Mitglieder der EU die Summe seiner politischen Erfahrungen in seiner letzten großen Rede vorträgt: Man solle in Auschwitz die neue Hauptstadt der EU errichten – ein provozierender Vorschlag, der im Grunde den Grundgedanken, der in der Satire fehlgeschlagen ist, noch einmal in anderer, ernstgemeinter Form vorträgt. Man kann also sagen, dass mit der Hauptstadt nur vordergründig Brüssel gemeint ist – Auschwitz zeichnet sich mehr und mehr als die eigentliche Hauptstadt ab. Und auch der mysteriöseste Teil, der Krimi in diesem Roman, scheint irgendwie dorthin zu driften. Von Polen aus, offensichtlich im Auftrag eines obskuren Geheimdienstes, der mit dem Vatikan und möglicherweise der Nato liiert ist, wurde ein Mordanschlag auf einen Mann in einem Brüsseler Hotel lanciert. Da sich herausstellt, dass der falsche Mann umgebracht wurde, soll dieser Mord nun totgeschwiegen werden. Natürlich bohrt der mit dem Fall beauftragte Kommissar weiter, und peu a peu ergeben sich einige Anhaltspunkte. Bleibt einem hier der Zusammenhang mit den anderen Themen eher verschlossen, so ist doch bemerkenswert, dass der Erzähler sich sowohl mit dem Vorschlag Professor Ehrharts von Auschwitz als wahrer Hauptstadt als auch dem Auftragsmörder in dem Krimi zu identifizieren scheint - zumindest wird dieser auch als positive Figur gezeichnet: es handelt sich um einen ehemaligen Priesteranwärter, der konkret im Auftrag der polnischen Kurie handelt. Mir scheint dieser Teil der Botschaft im Zusammenhang mit dem Krimi fragwürdig, zumindest ziemlich nebulös zu sein. Nichtsdestoweniger sind die drei Themenschwerpunkte sehr dicht, mit großer Sachkenntnis und ebenfalls aus der Perspektive der gesammelten Politik- und Lebenserfahrungen des Erzählers geschildert und insofern ein intensiver und anregender Lesestoff. Es geht auch nicht nur um Politik, sondern sie ist immer festgemacht an den handelnden Personen und ihren Motiven, ihren Vorgeschichten und Charakteren. Ich hätte mir gewünscht, dass der Akzent noch mehr zu den Personen hin verschoben worden wäre. Wie die Handlung dann auch kunstvoll mit einem ab und zu in Brüssel auftauchenden Schwein verbunden ist, das einmal ein komisches, ein anderes Mal ein verstörendes, aber immer ein irgendwie symbolisches Ereignis ist, das kann jeder Leser selbst herausfinden.